
- Eisler/Brecht → Radio / Horatio (Rahmen, Denken, Distanz)
- Quilter/Wilson → Shakespeare als Liedkörper
- Vaughan Williams → Natur, Zeit, Melancholie
- Morley → Renaissance-Erde
- Purcell → Affekt / Körper / Kälte
- Händel → Transzendenz (Guardian Angels)
- Britten → Traum / Auflösung
ZUNGENREDEN – Songs from the Universe 2027 (in Bearbeitung)
Der neue Liederabend von ZUNGENREDEN ist kein klassischer Liederabend.
Es ist eine Form des Hörens.
Ausgangspunkt ist eine einfache, fast technische Frage:
Was bleibt von Musik, wenn man sie von allem befreit, was sie erklärt?
Zwei Menschen auf der Bühne – Stimme und Akkordeon.
Dazwischen: Luft, Druck, Zeit.
Die neue Arbeit „Songs from the Universe“ bewegt sich zwischen Shakespeare, Purcell, Eisler und eigenen Texten – aber nicht als historisches Programm, sondern als offenes System. Die Stücke erscheinen nicht als abgeschlossene Werke, sondern als Signale, Fragmente, Erinnerungen.
Ein Radio taucht auf.
Ein Echo bleibt hängen.
Eine Stimme beginnt – und weiß nicht, ob sie spricht oder gesendet wird.
Zungenreden folgt dabei keinem linearen Erzählen.
Die Dramaturgie entsteht aus Übergängen: zwischen Sprache und Klang, zwischen Körper und Vorstellung, zwischen Kontrolle und Loslassen.
Der Begriff „Zungenreden“ wird hier wörtlich genommen – als ein Sprechen, das nicht mehr vollständig verstanden werden will, sondern sich im Klang selbst begründet. Bedeutung entsteht nicht durch Erklärung, sondern durch Resonanz.
Im Zentrum steht die menschliche Stimme:
als physischer Vorgang, als Risiko, als Versuch, sich hörbar zu machen.
Das Akkordeon wird dabei zum Gegenüber – Atemmaschine, Widerstand, Speicher.
Gemeinsam erzeugen sie einen Raum, in dem Musik nicht präsentiert, sondern gesucht wird.
Zungenreden arbeitet an diesem Punkt:
an der Schwelle zwischen dem, was gesagt werden kann,
und dem, was nur noch klingt.
„Songs from the Universe“ versteht sich als eine Art Sendung:
nicht gerichtet, nicht eindeutig adressiert, aber getragen von der Idee, dass Klang eine Form von Verbindung ist – auch dort, wo kein unmittelbares Verstehen mehr möglich ist.
Seit 1999 arbeiten Britta und Thomas zusammen an verschiedenen Projekten. Herausragend bleibt ein Liedeerabend „Shakespeare-Songs“ an der Kölner Oper mit großer Resonanz.
Foto: 1999 Krischer
Der Liederabend von Thomas Bremser (Altus) und Britta Antunes (Akkordeon) im Jahre 2000 wurde von der regionalen Presse als ungewöhnlich konzentriertes und eigenständiges Konzertformat hervorgehoben. Sowohl Kölner Rundschau als auch Kölner Stadt-Anzeiger betonen die bewusste Reduktion auf Stimme und Akkordeon, die einen intensiven, unmittelbaren Klangraum entstehen lässt.
Bremser wird als Altus beschrieben, dessen Gesang weniger auf äußere Effekte als auf klangliche Feinheit und innere Präsenz zielt. Seine Interpretation erscheint dabei nicht als bloße Wiedergabe, sondern als lebendiger Prozess zwischen Gestaltung und Moment.
Das Akkordeonspiel von Britta Antunes wird als gleichwertiger künstlerischer Partner wahrgenommen: strukturierend, atmend, dabei stets offen für klangliche Entwicklung. Ihr Spiel erweitert den Raum, ohne ihn festzulegen.
Außerdem ist Britta Antunes seit 2022 fester Bestandteil des Sternenstaubchores in Duisburg unter der Leitung von Thomas Bremser. www.sternenstaubchor.de
Konzerte:
Wir machen Musik 2022
Wunder gibt es immer wieder 2023
Let us agree… Nicht nur zur Weihnachtszeit
Sternenstaub ist überall 2026
2027 in Bearbeitung…




